VERWUNSCHENES KLEINOD AUF DER MATHILDENHÖHE

Foto: Friederike Oehmichen

Der Vortex Garten – für stille Momente und anregende Besuche

Dieses Idyll mit lauschigen Ecken, Wasserspielen, Teichen, Skulpturen, Mosaiken, Fliesen und einer Aussichtsplattform ist Darmstadts einziger öffentlicher Garten in Privatbesitz und befindet sich gleich unterhalb der Russischen Kapelle. Der Garten im Haus Martinus im Prinz-Christians-Weg 13 wurde im Gleichgewicht natürlicher Öko-Systeme angelegt. Ein „Ort der Lebendigkeit, der Erneuerung und der Erholung “ ist auf Wunsch des Eigentümers tagsüber für jedermann zugänglich.

Das Gebäude wurde 1921 von dem Architekten Jan Hubert Pinand für die Familie Diefenbach erbaut. Nach der Jahrtausendwende wurde das Haus nach historischen Vorlagen saniert. Das Leitmotiv der Villa und des Gartens sind Vortexspiralen oder Doppelhelix-Formen. Vortex bezeichnet einen Wirbel und seine elementaren Bewegungen findet sich wieder in Wasserspielen, in der Eiform als Symbol, sowie in Ornamenten, die Kornkreisen nachempfunden sind.
Auf Anfrage werden die Gestaltung und die Idee des Gartens interessierten Besuchern erläutert.

TEXT Hans-Werner Mayer

Die Wasser-Skulpturen oder Flowform-Becken formen durchströmendes Wasser zu pulsierenden Figuren einer liegenden Acht, dem Unendlichkeitszeichen. Sie werden mit Regenwasser aus den Dachrinnen durch drei Zisternen gespeist. Foto: Monika Mayer
Rund um das Haus sind 108 eiförmige Jurakalk-Trittsteine platziert, eine Anspielung an den Radius des Mondes mit 1.080 Meilen und an das Edelmetall Silber mit seinem Atomgewicht von 108. Foto: Monika Mayer