Unterwegs mit dem »Darmstadt Vehicle«

Neue Ergebnisse aus dem Bürgerpanel. ZEICHNUNG: h_da

Gut jede zweite im Bürgerpanel der Hochschule Darmstadt (h_da) befragte Person pendelt vom Wohnort zum Arbeitsplatz und nutzt hierbei überwiegend den PKW oder das Fahrrad. Zwischen beiden Verkehrsmitteln soll das »Darmstadt Vehicle« (DaVe) angesiedelt werden und deren Vorteile kombinieren.

Eine Mehrheit der von den Forschenden Befragte könnte sich vorstellen, »DaVe« künftig für längere Strecken zu nutzen. 810 Personen aus Darmstadt und Umgebung hatten sich an der aktuellen Bürgerpanelbefragung beteiligt. Knapp die Hälfte der Befragten gaben an, in normalen Zeiten zwischen Wohnort und Arbeitsplatz zu pendeln. Knapp je ein Drittel nutzt für diesen Weg den PKW (30,7%) oder das Fahrrad (28,5 %). Das ideale Verkehrsmittel ist für sie flexibel, schnell, umweltverträglich und sicher. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit ist ihnen bei der Wahl ihrer Verkehrsmittel die Emissionsfreiheit während der Fahrt besonders wichtig, mit deutlichem Abstand folgt die umweltverträgliche Herstellung.

Autos gelten unter anderem als wetterunabhängig, komfortabel, schnell und sicher. Fahrräder hingegen werden mit den Attributen Spaß und Umweltverträglichkeit in Verbindung gebracht. „Hier kann die Entwicklung eines neuen Verkehrsmittels als Kombination möglichst vieler Vorteile von Auto und Fahrrad ansetzen.“ erläutert Bürgerpanelleiter Prof. Dr. Daniel Hanss.

Das »Darmstadt Vehicle« (DaVe) zielt in diese Richtung und ist geplant als mit Muskelkraft betriebenes aber durch alternativen Antrieb unterstütztes Gefährt, das emissionsfrei fährt und nach den Prinzipien einer kreislauforientierten Wirtschaft entwickelt wird. 63,6 % der Befragten können sich grundsätzlich vorstellen, mindestens einen Teil ihrer längsten Strecke an einem typischen Tag mit einem solchen Gefährt zurückzulegen. Die Zustimmung ist besonders hoch unter den Personen, die längere Strecken fahren: innerhalb der Umgebung Darmstadts sowie von Darmstadt aus in die Umgebung und umgekehrt. „Für eine potentielle Reduktion von CO2-Emissionen ist das vielversprechend“, sagt Prof. Dr. Daniel Hanss. Fast die Hälfte der Bürgerpanelteilnehmenden (46,6 %) gibt an, »DaVe« bevorzugt via Sharing-Modell nutzen zu wollen. Mit Blick auf die Ausstattung des neuartigen Gefährts wünschen sich die Befragten insbesondere einen integrierten Diebstahlschutz, ausreichend Stauraum für Gepäck, eine gute Sichtbarkeit im Verkehr durch eine helle Farbe oder Reflektoren und eine ergonomische Sitzposition.

TEXT Hans-Werner Mayer