Update für Bürger in Darmstadt und der Region

Infos und Maßnahmen zur Corona-Krise

Update vom 27. März 2020

 

 

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist bis heute früh auf 43.938 angestiegen, davon sind 267 Menschen verstorben. Die Zahl in Hessen ist auf 2.170 gestiegen. Seit Mittwoch wurden damit 261 Fälle mehr bestätigt. Die Zahl der Todesfälle stieg auf acht. In Darmstadt gibt es 38 positiv getestete Covid-19-Fälle.

 

 

Eine gute Nachricht kam am Donnerstag aus dem Landratsamt: Fünf Menschen aus dem Kreis, die an Covid-19 erkrankt waren, gelten inzwischen als geheilt. Es kamen aber am Mittwoch zehn neue Fälle hinzu. Somit weist die Statistik nun 114 Corona-Infektionen auf, wobei fünf davon als gesund gelten, aber nicht aus den Fallzahlen herausgerechnet werden.

 

*

 

Im Kreis Groß-Gerau gibt es nun laut dem Gesundheitsamt des Kreises 135 Infizierte.  Ein infizierter Patient befindet sich nach Angaben des Groß-Gerauer Gesundheitsamtes in stationärer Intensivbehandlung. „Nachdem wir rund ums vergangene Wochenende drei Tage lang exponentielles Wachstum bei den Fällen zu verzeichnen hatten, verringert sich das Tempo der Steigerung bei den Fallzahlen seit einigen Tagen“, äußerte Dr. Angela Carstens, die Leiterin des Fachbereichs Gesundheit und Verbraucherschutz in der Kreisverwaltung Groß-Gerau.

 

*

 

Im Kreis Bergstraße beträgt die Zahl der Infizierten 123. Damit haben sich erst 0,039 Prozent der Bergsträßer mit dem Virus angesteckt. Zwölf davon sind inzwischen wieder gesund. „Zwei Drittel der Erkrankten sind Männer, ein Drittel Frauen“, erklärte Gesundheitsdezernentin Diana Stolz.

 

*

 

Im Odenwaldkreis gibt es 33 positiv auf das Corona-Virus getestete Menschen, davon befinden sich 14 im Krankenhaus. Von ihnen sind zwölf im Erbacher Kreiskrankenhaus und zwei in Kliniken außerhalb des Odenwaldkreises.

 

*

 

Wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte werden 14 schwerkranke Coronavirus-Patienten aus Italien und Frankreich in Hessen aufgenommen, zehn Patienten aus der hessischen Partnerregion Emilia-Romagna und vier Patienten aus der französischen Region Grand Est.  Zu der einmaligen Aktion habe sich die Landesregierung Hessen auf Bitten von italienischer und französischer Seite entschlossen. Die Patienten sollen auf mehrere Kliniken im Bundesland verteilt und notmedizinisch behandelt werden.

 

*

 

Gute Nachrichten für Eltern im Odenwaldkreis: Weil die Kindergärten wegen der Corona-Krise geschlossen sind, müssen sie im April keine Kita-Gebühren zahlen. Darauf haben sich die zwölf Bürgermeister der Odenwaldkreis-Kommunen geeinigt. Dem Vorgehen der Städte und Gemeinden werden sich laut Mitteilung die kirchlichen Träger und aller Wahrscheinlichkeit nach auch die freien Träger anschließen. Das haben bereits geführte Gespräche ergeben.

 

*

 

Das Corona-Virus hat auch Folgen im Weltraum: So hat jetzt das Europäische Satellitenkontrollzentrum in Darmstadt noch mehr Mitarbeiter ins Home Office geschickt. Konsequenz: Die wissenschaftlichen Instrumente mehrerer Missionen wurden abgeschaltet. Mehrere Forschungssatelliten fliegen jetzt quasi im Leerlauf durchs All – größtenteils ohne Aufsicht, weil nur noch wenige Ingenieure vor Ort in Darmstadt arbeiten.

 

*

 

In Darmstadt werden Steuerbescheide für Gewerbetreibende zurückgestellt. Notwendig sei nur ein formloser Antrag, der auf die aktuelle Covid-19-Pandemie verweise, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Zudem würden bis zur Normalisierung der Lage keine Gebühren für die Nutzung von Außenflächen erhoben.

 

*

 

Der „digitale Alltag zu Hause“ ist Thema des ersten Online-Elternabends, zu dem heute das Haus der digitalen Medienbildung in Kooperation mit dem Darmstädter Jugendamt, der Digitalstadt GmbH und der Centralstation einlädt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Die Stadt Darmstadt will auf diese Weise Eltern die Gelegenheit bieten, miteinander ins Gespräch zu kommen und auch kreative Tipps für den Alltag zu Hause geben. Die Teilnahme an dem Online-Elternabend ist kostenfrei. Für die Teilnahme ist die Installation der kostenfreien App »GoToMeeting« erforderlich. Der Zugang erfolgt über die Eingabe des Codes 846-711-621 direkt in der App.

 

*

 

Die Darmstädter Bauverein AG hat beschlossen, im April keine Mieterhöhungsschreiben zu verschicken. Zudem solle geprüft werden, ob eine auf die jeweilige Situation angepasste Ratenzahlung der Miete möglich sei, teilt das kommunale Unternehmen mit. Kunden könnten ihre Kündigungen zurückziehen, sofern die Wohnung nicht bereits neu vermietet worden ist. Der Bauverein will zudem vorübergehend Kündigungen und Räumungsverfahren aussetzen. Die BVD Gewerbe GmbH, ein Tochterunternehmen des Bauvereins, steht laut Mitteilung zudem mit Gewerbekunden in Kontakt, die durch die derzeitigen Schließungen ihrer Betriebe in Not geraten. Auch hier will man nach Angaben der Unternehmensleitung den Kunden „mit individuellen Lösungen entgegenkommen“.

 

*

 

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) richtet einen Appell an die Einwohner. Er bittet darum, den lokalen Handel und die Gastronomie zu unterstützen. Es werde eine Zeit nach der aktuellen Krise geben, sagte Partsch. „Dann werden die lokalen Geschäfte und Dienstleister den Zuspruch ihrer Kundinnen und Kunden umso mehr benötigen.“ Es sei also durchaus eine gute Frage, ob man nun etwas sehr schnell benötige oder ob man darauf warten könne, es später wieder lokal und direkt zu kaufen.

 

*

 

Die Unternehmerplattform »Made in Südhessen« und die Agentur van Wittlaer bieten Unternehmern an, einen Online-Shop in nur wenigen Tagen umzusetzen. Davon profitieren die Einzelhändler auch langfristig“, sagt Marketing-Berater Gerhard Hill von »Made in Südhessen«. „Der Bedarf und die Nachfrage nach Produkten besteht ja weiterhin und Händler müssen sich vor allem um ihre Stammkunden kümmern“, meint Benny Poensgen. An einem Online-Shop interessierte Händler wenden sich über eine Hotline unter der Telefonnummer 06114478211 an das Team. Für die gesamte technische Umsetzung des Online-Shops samt Warenkorb- und Kassensystem mit Zahlungsdienstleistern sorgt das Team. Weitere Informationen unter www.popup-online-shop.de/index.html

 

von Hans-Werner Mayer

 

Update vom 26. März 2020

 

In Hessen haben sich weitere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der bestätigten Fälle lag am Mittwoch bei 1.909, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte. Damit gab es 292 mehr Infizierte als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg auf sechs. In Darmstadt gibt es 33 positiv getestete Covid-19-Fälle. Insgesamt liegt der Landkreis Darmstadt-Dieburg bei 99 Fällen und der Kreis Groß-Gerau meldete 118 Infizierte.

 

In ganz Deutschland sind bereits mehr als 200 Menschen an den Folgen der Coronavirus-Infektion gestorben. Zugleich ist die Zahl der Infizierten auf mehr als 37.000 gestiegen.

Damit hat sich die gemeldete Gesamtzahl der Todesopfer innerhalb von 24 Stunden um mehr als 50 erhöht. Das war der größte Anstieg seit Erfassung der Fälle.  Mehr als 1.000 Patienten werden auf Intensivstationen behandelt und bis zu 4.000 befinden sich in stationärer Behandlung.

 

*

 

Wie Lothar Wieler, Chef des Robert-Koch-Instituts, mitteilte, steigt auch die Zahl der Genesenen. Diese liege nach den aktuellen Schätzungen bei mindestens 5.600. Wieler betonte aber am Mittwoch erneut: „Wir sind am Anfang der Epidemie.“ Natürlich werde die Zahl der Todesfälle steigen. „Es ist völlig offen, wie sich diese Epidemie entwickelt.“ Das Durchschnittsalter der Infizierten liege bei 45 Jahren, dass der Verstorbenen bei 81 Jahren

 

*

 

Im Darmstadt-Eberstadt wird derzeit das Gebäude der früheren Neurologischen Klinik auf dem ehemaligen Gelände des städtischen Klinikums als Interimseinrichtung für die Pflege von Patienten eingerichtet. Auf diese Weise sollen Bettenkapazitäten in den Darmstädter Kliniken und der Region für Corona-Patienten bereitgehalten werden. Stadtsprecher Klaus Honold sprach am Mittwoch von einer „Einrichtung zur Patientenpflege“ mit rund 80 Betten.

 

*

 

Die aktuelle Corona-Krise hat die Verbraucherstimmung in Deutschland auf den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise einbrechen lassen. In seinem monatlich ermittelten Konsumklimaindex prognostiziert der Nürnberger Marktforscher GfK für April einen Rückgang um 5,6 Punkte auf 2,7 Zähler. Nur im Mai 2009 auf dem Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise lag der Index mit 2,6 Punkten niedriger.

 

*

 

Das Bundesinnenministerium hat ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet. Erntehelfern und anderen Saison-Arbeitskräften werde seit gestern 17.00 Uhr an im Rahmen der bestehenden Grenzkontrollen die Einreise verweigert, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Viele Landwirte in Hessen zeigen sich entsetzt, denn ihnen fehlen derzeit Arbeitskräfte für Ernte und Aussaat. Es gibt einige Deutsche, die sich jetzt freiwillig melden, um bei der Ernte zu helfen.

 

*

 

Nach Einschätzung des Innenministeriums halten sich fast alle Hessen an die strengen Kontaktregeln. Landesweit seien in den zwei Tagen seit Inkrafttreten am Montag nur 179 Verstöße registriert worden.

 

*

 

Hessen will seine Abiturienten weiter wie geplant bis zum 2. April schriftlich prüfen. Das erklärte Kultusminister Alexander Lorz. Die hessischen Abiturprüfungen waren am Mittwoch wie geplant mit dem Fach Mathematik fortgesetzt worden. Am Donnerstag steht das Fach Französisch auf der Agenda.

 

*

 

Mit Schutzmasken und anderer medizinischer Ausrüstung an Bord ist der erste Lufthansa-Passagierjet als reiner Frachtflieger in Frankfurt gelandet. Die Maschine kam aus Shanghai in China mit insgesamt 30 Tonnen Fracht. Die 17 Frachtflieger der Lufthansa-Tochter sind in Folge der Corona-Krise voll ausgelastet. Die Lufthansa prüft nach eigenen Angaben den Einsatz weiterer Passagiermaschinen als Frachtflugzeuge.

 

von Hans-Werner Mayer

 

Update vom 25. März 2020

 

Noch immer steigt die Zahl der Infizierten in Deutschland. Inzwischen wurden mehr als 32.900 Corona-Fälle gemeldet, 156 Menschen sind bereits an den Folgen der Lungenerkrankung gestorben (Stand 25. März). Auch in Hessen breitet sich das Coronavirus weiter aus. Bis zum Dienstagmittag lag die Zahl der gemeldeten Infizierten bei 1.617, das waren 265 Fälle mehr im Vergleich zum Montag. Fünf Menschen sind bereits gestorben. In Darmstadt gibt es 27 positiv getestete Covid-19-Fälle. Insgesamt liegt der Landkreis Darmstadt-Dieburg bei 82 Fällen. Am Sonntag waren es noch 73 Infizierte.

 

Die Stadt Darmstadt hat bestätigt, dass ein Neunundachtzigjähriger mit „diversen schweren Vorerkrankungen“ in der Nacht zum Dienstag in einem Krankenhaus der Stadt an dem Virus verstorben ist. Damit steigt die Zahl der Todesopfer in Hessen auf sechs an.

 

*

 

Zu Beerdigungen und Trauerfeiern sind ab sofort nur noch zehn Personen zugelassen. Dies hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt gestern, mit Bezug auf einen Erlass des Hessischen Innenministeriums festgelegt. „Von den Vorsorgemaßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie sind alle Bereiche des Lebens betroffen – auch dieser schmerzliche, der des Abschieds von nahestehenden Menschen“, sagt Sozialdezernentin Barbara Akdeniz.

 

*

 

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Wie Lothar Wieler, Chef des Robert-Koch-Instituts, mitteilte, steigt auch die Zahl der Genesenen – rund 3.000 sollen es aktuell in Deutschland sein.

 

*

 

Die Corona-Krise hat den sonst vielerorts so dichten Berufsverkehr in Hessen erheblich ausgedünnt. Laut ADAC ging die Staulänge insgesamt um 88 Prozent zurück. Vergangene Woche zählte der Automobilclub nur gut 160 Staus mit einer Gesamtlänge von rund 180 Kilometern. Vor Beginn der Home-Office-Regelungen staute es sich demnach noch auf einer Gesamtlänge von über 1.500 Kilometern.

 

*

 

Die Bundesregierung hat heute ein umfangreiches Hilfspaket mit mehreren Schutzschirmen − darrunter eine Soforthilfe für kleine Firmen und Solo-Selbstständige − gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf den Weg gebracht. Beschlossen wurde ein Nachtragshaushalt mit einer Neuverschuldung von rund 156 Milliarden Euro. Dafür soll eine Notfallregelung in der Schuldenbremse durch den Bundestag in Kraft setzen. Damit alles möglichst rasch umgesetzt werden kann, wird heute der Bundestag, am Freitag der Bundesrat zustimmen. Es ist das größte Hilfspaket in der Geschichte Deutschlands. Insgesamt umfasst das Paket laut Finanzminister Olaf Scholz (SPD) 750 Milliarden Euro. Details zu den einzelnen Schutzschirmen finden Sie auf der Website der Bundesregierung. (www.bundesregierung.de) auf der Website des Bundesfinanzministeriums. (www.bundesfinanzministerium.de)

 

*

 

Auch die hessische Landesregierung will bis zu 7,5 Milliarden Euro als Corona-Soforthilfe zur Verfügung stellen. Dazu zählen vorübergehende Liquiditätsunterstützung um bis zu 1,5 Milliarden Euro. Die Übernahme von Landesbürgschaften in besonderen Fällen über 2,5 Millionen Euro zur Liquiditätssicherung. Durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen werden Kredite zwischen 25.000 und 150.000 Euro für KMU mit bis zu 250 Mitarbeitern und 50 Millionen Euro Umsatz und Express-Bürgschaften für Darlehen bis 300.000 Euro zur Verfügung gestellt.

 

von Hans-Werner Mayer

 

Update vom 24. März 2020

 

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Hessen ist mittlerweile auf 1.352 gestiegen. Das ist ein Anstieg von 82 Personen innerhalb von 24 Stunden. Seit Sonntagmittag ist in Darmstadt ein Corona-Patient dazugekommen. Stand Montag sind es nun 27 Fälle, zwei Infizierte liegen weiterhin auf der Intensivstation, teilt die Pressestelle mit.

Bei den Corona-Fällen im Kreis hat sich die Meldekette bei den Behörden geändert, sodass am Montag keine aktuellen Fallzahlen genannt wurden. Am Sonntagmittag lag der Landkreis laut Gesundheitsamt bei 73 Infizierten, das hessische Sozialministerium meldete am Montag erst 63 Fälle. Die vom Ministerium gemeldeten Fälle entsprechen aber dem Stand von Freitag.

 

Die Änderung auf Behördenseite habe damit zu tun, dass das Gesundheitsamt von Darmstadt und Darmstadt-Dieburg die Meldeketten an das Sozialministerium und das Robert-Koch-Institut nicht unterlaufen dürfe, sagt Kreissprecherin Annika Schmid. Somit werden die Zahlen nun immer mit mindestens einem Tag Verzögerung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

*

 

Das Robert-Koch-Institut äußert sich vorsichtig optimistisch, dass sich der Anstieg der Coronavirus-Fallzahlen in Deutschland leicht abschwächt.

 

*

 

Die übergroße Mehrheit der Deutschen befürwortet laut einer Umfrage die wegen des Coronavirus verhängten Beschränkungen von Versammlungen. Laut dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend stellen sich 95 Prozent der Befragten hinter die Regelung, die Treffen von mehr als zwei Personen außerhalb der eigenen häuslichen Gemeinschaft verbietet. Nur drei Prozent der Deutschen lehnen diese Maßnahme ab. 75 Prozent der Bundesbürger sind der Umfrage zufolge zufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung. Nur fünf Prozent sind damit gar nicht, 18 Prozent weniger zufrieden. Bei der berufsaktiven Gruppe der 18- bis 64-Jährigen zeigten sich 42 Prozent der Befragten besorgt um die eigene wirtschaftliche Entwicklung.

 

*

 

Zur Unterstützung der Kliniken hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt einen Aufruf an Bürger und Bürgerinnen gestartet, um zusätzliches Personal zu akquirieren. Gesucht werden: Medizinisches Personal, Pflegepersonal und Verwaltungspflegepersonal. Personen, auf die das zutrifft, können sich unter Angabe ihrer Qualifikation sowie ihrer Kontaktdaten unter coronahelfer@darmstadt.de melden. Inzwischen haben sich schon zahlreiche Menschen vor allem mit medizinischen Kenntnissen gemeldet und ihre Unterstützung angeboten. Die Hotline ist unter 06151-78068 00 montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr besetzt.

 

*

 

Wer einen Einkaufsservice in Anspruch nehmen will, kann sich Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr unter Telefon 06151-427216 melden oder an einkaufen@spd-darmstadt.de schreiben. Bezahlt werden müssen nur die normalen Einkaufskosten, die Lieferung ist kostenfrei.

 

*

 

Der weltweit nahezu zum Erliegen gekommene Flugverkehr hinterlässt beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport weiterhin tiefe Spuren. Die Passagierzahl brach in der zwölften Kalenderwoche des Jahres (16. bis 22. März) um 73,5 Prozent auf 331.353 ein, wie das Unternehmen in Frankfurt mitteilte. Fraport hatte erst jüngst wegen der Folgen der Pandemie für einen Großteil der Beschäftigten Kurzarbeit eingeführt.

 

von Hans-Werner Mayer

 

Update vom 23. März 2020

 

Das Coronavirus breitet sich in Hessen weiter aus. Bis zum frühen Sonntagnachmittag hatten sich 1.267 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Das waren 101 bestätigte Fälle mehr als am Tag zuvor. Nach Angaben des Sozialministeriums starben bislang drei Menschen an den Folgen einer Infektion. In Darmstadt gibt es inzwischen 23 bestätigte Fälle. Die Zahl der Menschen, die sich im Landkreis Darmstadt-Dieburg mit dem Coronavirus infiziert haben, hat sich am Wochenende auf 73 erhöht. Am Samstag und Sonntag wurden elf neue Infektionen registriert. Der Anstieg war damit bei weitem nicht so stark wie am Freitag, als 36 neue Fälle bekannt geworden waren. Das Gesundheitsamt für den Kreis Groß-Gerau berichtet von 85 bestätigten Fällen.

 

*

 

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat die hessische Landesregierung am Sonntagabend im Eilverfahren weitere Maßnahmen beschlossen. Nach dem neuen Beschluss dürfen sich nur noch zwei Personen zusammen im öffentlichen Raum aufhalten. Damit wolle man insbesondere Alleinstehenden ermöglichen, sich auch weiterhin mit einer Person außerhalb des eigenen Hausstands draußen zu treffen, hieß es in einer Mitteilung der Staatskanzlei. Vom Kontaktverbot ausgenommen sind Familienmitglieder und alle Menschen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben. Dies gilt für zunächst zwei Wochen.

 

*

 

Kosmetische Dienstleister wie Friseure, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und Massagesalons müssen künftig geschlossen werden. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben dann aber weiter möglich. Weiterhin offen bleiben: Einzelhandelsbetriebe für Lebens- und Futtermittel, Wochen- und Lebensmittelmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Post-Filialen und -Partner. Ebenso dürfen Baumärkte weiterhin Kunden in Empfang nehmen.

 

*

 

Trotz der verschärften Corona-Maßnahmen findet das Abitur weiterhin nach Plan statt. Das teilte die Staatskanzlei am Sonntagabend mit. Dabei seien jedoch Hygienevorschriften zu beachten. Ebenfalls von der Regelung ausgenommen seien Personen, die geschäftlich oder dienstlich notwendigerweise gemeinsam unterwegs seien. Auch Busse und Bahnen dürften weiterhin von mehreren Menschen genutzt werden.

 

*

 

Das Klinikum Darmstadt wird künftig „Koordinierendes Krankenhaus“ im Versorgungsbezirk sechs des Landes Hessen sein und damit die Patientenversorgung während der Covid-19-Pandemie zentral für Südhessen steuern – also neben der Stadt Darmstadt auch für die Landkreise Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Bergstraße & Odenwald.

 

*

 

Der Krisenstab der Stadt hat zudem die neuen Regelungen zur Notfallkinderbetreuung festgelegt. Zum einen wurde nach Angaben der Stadt der Kreis jener Eltern erweitert, die – weil sie in systemrelevanten Berufen arbeiten – Anspruch auf eine Betreuung ihrer Kinder haben. Zum anderen gilt nun, dass dieser Anspruch auch dann besteht, wenn einer der beiden Elternteile oder Erziehungsberechtigten in einem in der Landesverordnung aufgeführten „systemkritischen Berufe“ (wie etwa medizinisches Personal, Pflegekräfte, Polizisten oder Justizbedienstete) arbeitet. Bislang musste dies bei beiden Elternteilen gegeben sein.

 

*


Absperrband flattert am Eingang und weist den Weg um das Gebäude, zum sogenannten »Coronazimmer« der Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret. Ein isolierter Bereich, in dem potenziell mit dem neuen Corona-Virus infizierte Patienten untersucht werden.
Für Sebastian Becker, Leiter der Pneumologie und Corona-Ansprechpartner, hat die Sicherheit des Klinikpersonals oberste Priorität: „Der Personalschutz ist unser oberstes Ziel. Deshalb investieren wir aktuell viel in Schulung und Information. Zutrittskontrollen zum Klinikum und eine Reduktion der Besucherkontakte sollen das Ansteckungsrisiko für unser Personal, aber auch für unsere Patienten minimieren.“

 

*

 

Vielerorts in Hessen haben sich am Sonntag um 18 Uhr Menschen an dem bundesweiten Flashmob »Götterfunken am Fenster« beteiligt. Musiker spielten am Fenster oder vom Balkon Beethovens Schlusschoral „Freude schöner Götterfunken“. Der hessische Musikerverband hatte auf Facebook Text und Noten bereitgestellt. „Als Zeichen der Solidarität in Zeiten von Corona unterstützen wir den Flashmob“, hieß es.

 

 von Hans-Werner Mayer

 

 

 

Update vom 21. März 2020

 

In Darmstadt gibt es, Stand Freitagmittag (20.03.), inzwischen 21 bestätigte Corona-Kranke, teilt die Stadt mit. Zwei Patienten werden intensivmedizinisch betreut. Gestern wurden 36 neue Corona-Fälle im Landkreis gemeldet. Die Zahl erhöht sich damit auf 62 Infizierte. So einen sprunghaften Anstieg hat es im Kreis Darmstadt-Dieburg bisher nicht gegeben. Das Gesundheitsamt für den Kreis Groß-Gerau berichtet von 48 bestätigten Fällen.

 

 

Ministerpräsident Volker Bouffier und Gesundheitsminister Kai Klose haben in einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag (20.03.) die neuen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Hessen erklärt. Gaststätten, Restaurants und Cafès bleiben ab Samstagmittag 12.00 Uhr geschlossen. Bereits ab 0.00 Uhr am Samstagmorgen wurde die Obergrenze von Versammlungen auf öffentlichen Plätzen auf fünf Personen herabgesetzt. 

 

*

 

Mit diesen aktuellen Entscheidungen der Landesregierung sind der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch und der Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg, Klaus Peter Schellhaas, nicht zufrieden. Sie trügen diese Maßnahmen des Landes mit, hätten sich aber mehr erhofft, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom Freitagnachmittag. „Das, was das Land Hessen heute verfügt hat, ist eine Ausgangssperre light“, heißt es in der Mitteilung. „Sollte sich am Wochenende zeigen, dass sich nicht an die Maßnahmen des Landes gehalten wird, werden wir uns nicht scheuen, weitere Maßnahmen für Stadt und Kreis zu ergreifen.“

*

Von Schließungen betroffen sind nun auch Bau- und Gartenmärkte, Sonnenstudios, Nagelstudios, Eisdielen, Cafés sowie Gemischtwarenläden ohne Lebensmittelangebot. Dies gab Oberbürgermeister Jochen Partsch am Freitag nach der täglichen Sitzung des Krisenstabs bekannt. „Die Einschränkungen seien notwendig und lebensrettend.“

 

*

 

Oberbürgermeister Jochen Partsch richtete einen Appell an Menschen speziell mit medizinischen oder pflegerischen Kenntnissen – beispielsweise Medizinstudenten –, den Krankenhäusern in Darmstadt ihre Unterstützung anzubieten. „Dort wird jede Hilfe gerne angenommen, die das Klinikpersonal entlastet. Wer dabei mitwirken will, kann sich schon jetzt melden, um in die Arbeitsabläufe der Kliniken eingeführt zu werden“, so Partsch. Eine Mail an die Adresse coronahelfer@darmstadt.de genügt, oder man wendet sich an die Kliniken direkt.

 

*

 

Seit Donnerstag (19.3) fahren Busse und Straßenbahnen der HEAG mobilo bis auf Weiteres nach dem Ferienfahrplan. Damit reagiert das Unternehmen auf das Fehlen vieler Beschäftigter infolge der Corona-Krise. „Angesichts der Schließung von Kitas und Schulen sind viele unserer Fahrerinnen und Fahrer gezwungen, sich um die Betreuung ihrer Kinder zu kümmern, wir werden daher unser Fahrplanangebot einschränken, in dem Wissen, dass auch die Fahrgastzahlen weit unter dem üblichen Maß liegen“, so HEAG mobilo-Geschäftsführer Matthias Kalbfuss.

 

*

Die Corona-Krise eröffnet den Menschen auch neuen Raum für kreative Ideen. Tennis-Profi Andrea Petkovic teilt ihre Liebe zur Literatur auf der Online-Plattform Instagram und will das Projekt »Racquet Book Club« Stück für Stück weiterentwickeln. „Ich wollte etwas machen, was die Leute in dieser Krise, wenn sie zuhause bleiben müssen, ablenkt und ihnen vielleicht auch ein bisschen Spaß macht“, sagte Petkovic

 

 von Hans-Werner Mayer

 

 

 

 

 

Update vom 20. März 2020

 

In Darmstadt sind nun 16 Menschen auf das Coronavirus Sars-CoV-2 positiv getestet worden. Zudem gibt es 450 Verdachtsfälle. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg meldet 17 Infizierte und das Gesundheitsamt für den Kreis Groß-Gerau berichtet von 32 bestätigten Fällen.

 

 

Bild 1: Das Pflegefachpersonal des Klinikums Darmstadt unterstützt die Kampagne und bittet jeden, der es kann, zu Hause zu bleiben. Foto: Klinikum Darmstadt

 

Im Klinikum Darmstadt sind Erkrankte in der Regel erst dann richtig aufgehoben, wenn schwerwiegende Symptome auftreten (z.B. Lungenentzündung) und eine derartige Verschlechterung der körperlichen Verfassung gegeben ist, dass eine stationäre Aufnahme notwendig wird. Wie bei einer »normalen Grippe« auch, kann die Erkrankung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in den meisten Fällen in häuslicher Umgebung auskuriert werden.  (siehe Titelfoto)

*

 

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung hat das Corona-Testzentrum in die Bessunger Straße 125, Gebäude D, 64295 verlegt. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr. Eine Corona-Virus-Testung ist nur in begründeten, ambulanten Verdachtsfällen möglich: Vorab ist eine telefonische Anmeldung unter der Rufnummer 116 117 notwendig. Auch das Gesundheitsamt Darmstadt steht als Ansprechpartner zur Verfügung – Rufnummer 33090.

 

*

 

Die Stadt Darmstadt kündigte an Unternehmen und Kultureinrichtungen unterstützen zu wollen. Stadtkämmerer André Schellenberg (CDU) betonte „schnell und unbürokratisch handeln“ zu wollen. Die Rede ist von Steuerstundungen, einer Reduzierung von Gebühren für die Außengastronomie sowie einem Hilfefonds für Künstlerinnen und Künstlern.

 

*

 

Zur Versorgung der Bevölkerung gestattet das Regierungspräsidium die Arbeit an Sonn- und Feiertagen. Die Verfügung gilt bis Ende Juni.

 

*

 

Hessens größtes Musikfestival — das Darmstädter Schlossgrabenfest — ist wegen des Coronavirus abgesagt worden. Die Veranstaltung sollte vom 28. bis zum 30. Mai 2020 stattfinden.

 

*

 

Seit gestern finden die schriftlichen Abiturprüfungen in Hessen statt. Das Kultusministerium hatte die Durchführung der Prüfungen beschlossen. „Auch wenn die aktuelle Lage unsere Abiturientinnen und Abiturienten vor große Herausforderungen stellt, wollen wir ihnen nicht die Chance nehmen, an den Prüfungen teilzunehmen“, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). 

 

*

 

Einen Überblick über die vielen Gruppen, die sich in der Kürze der Zeit bei Facebook, Whatsapp, Telegram und Co. gegründet haben, bietet unter anderem die Website www.corona-hilfe-darmstadt.de, die seit Montag online ist. Ein ähnliches Angebot liefert auch www.notion.so. Diese Seite stellt eine private Linksammlung mit wichtigen Hotlines und Informationen rund um das Thema Corona zur Verfügung

 

*

 

Den Spargel-Bauern fehlt es aufgrund der Corona-Krise an saisonalen Erntehelfern.

„Das spitzt sich ganz, ganz extrem zu“, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Spargel Südhessen, Rolf Meinhardt. Viele Saisonarbeitskräfte kommen aus Ost- und Südosteuropa – und können angesichts der strengen Grenzkontrollen nicht nach Deutschland kommen.

 

*

 

Der Corona-Virus kann nicht nur im Körper des Menschen, sondern auch auf anderen Oberflächen überleben.
Das zeigt eine aktuelle Studie aus den USA, auf die auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung verweist. Demnach überlebt das Virus auf Kunststoff, Edelstahl oder Metall (zum Beispiel Türklinken) bis zu drei Tage. Auf Papier (zum Beispiel Kassenbons) rund einen Tag. Aber: Diese Zahlen gelten unter optimalen Bedingungen. Tatsächlich sind es meist nur Minuten, höchstens mehrere Stunden. Auch auf der Oberfläche von Handys und Tablets halten sich Viren mehrere Minuten. Säubern Sie das Gerät, wenn Sie unterwegs waren und es häufig angefasst haben: Die Hersteller geben dafür Pflegetipps. In der Regel reichten aber Desinfektionsmittel, Wasser oder Seife.

„Es kommt aber immer auf natürliche Einflussfaktoren wie Luft, Temperatur und die Virenmenge an“, sagt Virologe Jonas Schmidt-Chanasit. Heiße, trockene Luft und direkte Sonneneinstrahlung schaden den Corona-Viren.

 

*

 

Die Berliner Charité hat gemeinsam mit einer Software-Firma einen Onlinefragebogen entwickelt, um mögliche Corona-Verdachtsfälle zu identifizieren. Auf covapp.charite.de können Bürgerinnen und Bürger, die fürchten, sie könnten sich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert haben, innerhalb weniger Minuten 26 krankheitsbedingte Fragen beantworten. Am Ende erhalten sie auf Grundlage ihrer Antworten eine Empfehlung, was sie am besten tun sollten. Die Charité weist allerdings darauf hin, dass der Fragebogen keine Behandlung ersetzt: „Wenn Sie sich aktuell schwer krank fühlen, suchen Sie bitte umgehend medizinische Hilfe auf.“

 

*

 

Nach Schließungen und Einschränkungen für Darmstädter Geschäfte, Gastronomie und andere Betriebe haben sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH und der Darmstadt Citymarketing e.V. dazu entschlossen, ein Web-Angebot für Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung zu stellen. Das sogenannte »Digitale Schaufenster« listet alle verfügbaren Online-Shops und Dienste von Geschäften und Gastronomie der Stadt auf. Unternehmen können für eine Aufnahme in das »Digitale Schaufenster« eine E-Mail an presse-marketing@darmstadt.de schicken.

 

*

 

Mit Unterstützung der Wissenschaftsstadt Darmstadt richtet der SV Darmstadt 98 ab sofort eine zentrale Anlaufstelle für Hilfswillige und Hilfesuchende ein, um sie miteinander zu verbinden. Auf einer extra eingerichteten Koordinierungsplattform vermittelt der SV 98 unter dem Motto #soliDA-risch Hilfeleistungen per Telefon-Hotline, auf der Internet-seite www.soli-DA-risch.de oder per Mail.

 

von Hans-Werner Mayer

 

 

 

 

 Update vom 19.03.2020

 

 

Alle Veranstaltungen, bei denen die Stadt Darmstadt oder die Darmstadt Marketing GmbH oder die städtischen Kulturinstitute als Veranstalter agieren und alle Veranstaltungen im Staatstheater Darmstadt, im Darmstadium, der Centralstation und sämtlichen städtischen Bürgerhäusern, in der Böllenfalltorhalle, in städtischen Räumen und auf städtischen Flächen, bei denen größere Menschenansammlungen zu erwarten sind wurden bis einschließlich 30. April 2020 untersagt.


*


Im Corona-Testcenter der Kassenärztlichen Vereinigung im ehemaligen Technischen Rathaus in der Bessunger Straße wurden durch Absperrungen und eine veränderte Beschilderung Maßnahmen zur besseren Leitung und Steuerung der Besucherströme ergriffen. Damit verbunden ist der Aufruf, das Testcenter nur nach telefonischer Rücksprache mit dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 aufzusuchen.


*


In Darmstadt sind seit dem 16. März sämtliche städtischen Verwaltungsgebäude für den Publikumsverkehr geschlossen. In dringenden Fällen, etwa bei Terminangelegenheiten, sei noch eine telefonische, aber keine Online-Terminvereinbarung mehr möglich.


*


An Bestattungen dürfen bis auf Weiteres nur noch höchstens 30 Personen teilnehmen. Für Trauungen liegt die Grenze bei vier Personen, neben dem Brautpaar also nur zwei Trauzeugen.


*


Wegen der Knappheit von Blutkonserven wurden sämtliche städtischen Turn- und Sporthallen sowie die Bürgerhäuser ab sofort für Blutspendetermine zur Verfügung gestellt. Dazu gehören unter anderem der Ernst-Ludwig-Saal in Eberstadt, das Bürgermeister-Pohl-Haus im Stadtteil Wixhausen und das innerstädtische Justus-Liebig-Haus.


*


Die Kreisverwaltung des Landkreises Darmstadt-Dieburg hat am Dienstagabend beschossen, die Kreishäuser in Darmstadt und Dieburg sowie alle Außenstellen (Jugendamt, Da-Di-Werk, Kompostierungsanlagen, Wertstoffhöfe) seit gestern, 18. März für den Publikumsverkehr zu schließen.


*


Der Spielbetrieb des Staatstheaters Darmstadt ist bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020, unterbrochen. „Die tägliche Dosis“ Theaterleben sollen nun Videos liefern. Die Reihe beginnt am Donnerstag, 19. März, um 19.30 Uhr. Am Wochenende werden Einblicke in Theaterformate und geplante Produktionen gezeigt. Der Link zur „Täglichen Dosis“ ist auf der Homepage des Staatstheaters zu finden.


*


Die Darmstädter SPD bietet seit Montag ein kostenloses Hilfsangebot für Menschen an, die sich wegen Corona in Quarantäne befinden. Ehrenamtliche übernehmen nun Gänge zum Supermarkt oder zur Apotheke und bringen die Waren an die Haustür.


*


Abgesagt sind oder werden: das Darmstädter Tourismusforum (20.03.2020), der Datterichs Wochenmarkt (4.4.2020), Darmstadt Mobil (04./05.04.2020), die Öffnung des temporären Besucherzentrums Konsum (04./05.04.2020), die Baumesse auf dem Messplatz (03.-05.04.2020), der Flohmarkt vor dem darmstadtium (24./25.04.2020) und die Frühjahrsmess (30.04. – 10.05.2020)


*


Oberbürgermeister Jochen Partsch appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: »Nehmen Sie Rücksicht und achten Sie auf Ihre Mitmenschen! Dies gilt auch für alle Menschen, die nun Rettungsdienste vor Ort aufsuchen. Informieren Sie sich vorab und gehen Sie nicht einfach in die Einsatzzentralen.«.

von Hans-Werner Mayer