Gib deinen Senf dazu!

FOTO | QUELLE: https://senfcall.de

Darmstädter Verein vereinfacht Videokonferenzen

Viele behaupten: „Zuverlässige Videokonferenzen? Das können nur große Unternehmen im Silicon Valley.“ Doch diese Unternehmen stehen immer wieder in der Kritik unsere Privatsphäre und die Sicherheit unserer Computer zu gefährden. Videokonferenz über eine Website, die auf jedem Browser, auch auf dem Smartphone, läuft. Das geht jetzt mit einem Angebot des Darmstädter Vereins »Computerwerk«.

Viele Einrichtungen greifen in Zeiten der Pandemie auf Videokonferenzen zurück. Wer keine kostenlose Software nutzen will, die datenschutzrechtlich problematisch sein kann, landet schnell bei der Erkenntnis, eine sichere Lösung teuer einkaufen zu müssen. Noch dazu sind die Tools oftmals wenig intuitiv zu bedienen und voller Barrieren. Senfcall.de heißt die Site, über die das Onlinemeeting läuft, mit Chat und wahlweise mit Ton und Video. Der Vorteil: um »Senfcall« zu nutzen braucht man nur einen Webbrowser, keine zusätzliche Software, die neue Sicherheitslücken schafft.

»Senfcall« ist eine sichere, kostenlose und barrierearme Lösung für Videokonferenzen – auch mit Gruppen – die von Studierenden der Technischen Universitäten in Darmstadt und Karlsruhe entwickelt wurde. Sie basiert auf dem Open-Source-Webkonferenzsystem »BigBlueButton« und läuft komplett im Browser, eine Installation ist nicht notwendig. »Senfcall« ist datensparsam und vergleichsweise leicht zu bedienen. Als privates Projekt gestartet ist mittlerweile das Computerwerk Darmstadt e.V. der Projektträger und als solcher Betreiber des Dienstes. Der Verein arbeitet ehrenamtlich und finanziert sich über Spenden. Der Namen »Senfcall« bezieht sich auf den Spruch „seinen Senf dazugeben“.

Auf der Website senfcall.de muss nur der Button „Meeting starten“ angeklickt werden. Man gibt der Konferenz einen Namen, wählt ein Passwort und seinen Nutzernamen. Den Teilnehmenden teilt man nur den Konferenzraum-Namen mit und das Passwort und die Videokonferenz kann beginnen. Alle Teilnehmernamen werden nach Nutzung gelöscht und die IP-Adressen auch nicht dauerhaft gespeichert.

TEXT Hans-Werner Mayer