EAD mit Nachhaltigkeitsvisitenkarte

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Standards erfüllen und Regelungen sinnvoll umsetzen

Die Bürger erwarten insbesondere von Kommunen und öffentlichen Unternehmen – mehr noch als von privaten Unternehmen – die Einhaltung von Recht und Gesetz und ein in jeder Hinsicht einwandfreies Verhalten. Damit kommt Kommunen und kommunalen Unternehmen immer mehr auch eine Vorbildfunktion zu. Mit gutem Beispiel voran geht hier der Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) in Darmstadt.

Keine Organisation, keine Körperschaft und kein Unternehmen kann ohne die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften funktionieren. Grundsätzlich drängt sich da bei den meisten Menschen der Gedanke an Kontrolle auf. Dabei geht es aber um den Umgang mit Verantwortung, um das Management der Regeln, die zu erheben und einzuhalten sind, und um die Abläufe, die dahinterstecken. Und darum, festzulegen, wer wofür genau zuständig ist und wie der organisatorische Überblick für alle Beteiligten gewährleistet wird.

Die Vielfalt der Themen bedingt eine oft weite Streuung von Verantwortlichkeiten und spezialisiertes Fachwissen über die gesamte Organisation hinweg. Ein professionelles Compliance-Management-System kann hier mit wenig Aufwand viel bewirken: eine Zusammenfassung der für die Organisation relevanten und wichtigen Rechtsthemen, eine explizite Zuteilung der einzelnen Verantwortlichkeiten, ein einfaches Kommunikationskonzept zwischen den verantwortlichen Beteiligten und ein unbürokratisches Berichts- und Kontrollsystem. Nichts erleichtert die Arbeit mehr als Klarheit. Compliance Management ist ein Thema, das allen die Arbeit erleichtert und das Leben angenehmer macht. Der größte Aufwand besteht darin, sich zu Beginn einmal ein paar Gedanken zu machen, um herauszufinden, wie man meist ohnehin vorhandene Ressourcen besser nutzen kann. Das hat der EAD beispielshaft getan.

NACHHALTIGKEITSLEISTUNGEN TRANSPARENT

Um seine Aufgabenvielfalt und sein Klimaschutzengagement transparent darzustellen, hat der EAD in Zusammenarbeit mit dem Institut für Nachhaltigkeitsbildung aus Münster eine Online-Nachhaltigkeits-Visitenkarte erstellt. Damit gibt der EAD Einsicht in seine Tätigkeiten und Leistungen und übernimmt mit der Veröffentlichung seiner strategischen Ausrichtung Verantwortung für die Auswirkungen seines Handelns gegenüber der Umwelt und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der EAD gehört zu den ersten Unternehmen der Daseinsvorsorge, die freiwillig über ihre Handlungsprinzipien berichten und eine Nachhaltigkeitsvisitenkarte erstellt haben.

Die Visitenkarte orientiert sich am Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) des Rates für nachhaltige Entwicklung. Er macht Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen anhand von 20 Kriterien sichtbar, mit einer höheren Verbindlichkeit transparent und besser vergleichbar und beschreibt Mindestanforderungen für Unternehmen.

Durch die Übernahme zahlreicher Dienstleistungen trägt der EAD wesentlich zur Daseinsvorsorge und zum Gemeinwesen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt bei. Die Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung lassen sich auf alle Abteilungen und Dienstleistungen anwenden: Zu nennen ist insbesondere die gleichzeitige und gleichwertige Betrachtung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension bei gleichzeitiger Berücksichtigung von Regionalität, Transparenz und Partizipation. Die Chancen der strategischen Ausrichtung liegen in der Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des EAD sowie der Bürgerinnen und Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt für Nachhaltigkeitsfragen.

Hier finden Sie die DNK-Erklärung
https://ead.darmstadt.de

TEXT Hans-Werner Mayer