Allerlei Nützliches…

Tipps für den Frühjahrsputz:
Grundsätzlich lohnt es sich immer seine Finanzen selbst in die Hand zu nehmen. Das fängt beim Eintritt in die Unabhängigkeit, oder sagen wir lieber beim Auszug aus dem Elternhaus, schon an. Ein eigener Haushalt, egal ob alleine, in einer Partnerschaft, oder einer WG, ist finanziell gar nicht so einfach zu stemmen. Egal wie viel Geld ich zur Verfügung habe, es ist immer ratsam sich einen Überblick über die eigenen Ausgaben zu verschaffen. Ich habe jahrelang bei jedem Einkauf den Kassenzettel mitgenommen, in meinen Geldbeutel gesteckt aber nie wieder angeschaut. Von außen betrachtet hatte ich natürlich immer ein prallgefülltes Portemonnaie, aber das Geld war trotzdem immer knapp. Mittlerweile scanne ich die Bons in einer App ein und habe so ganz schnell und ziemlich genau einen Überblick über meine Finanzen. Auch fürs Kostenaufteilen von Gemeinschaftseinkäufen gibt’s natürlich Apps. Splitwise, zum Beispiel, errechnet mir immer direkt die richtigen Differenzen. So lässt sich auch ganz easy eine Gruppe für meine WG erstellen. Wenn ich erstmal den Überblick über meine Finanzen habe, geht es an die langfristigen Ziele. Wie kann ich in der Ausbildung oder im Studium schon anfangen zu sparen, ohne dass ich jeden Monat knapp bei Kasse bin?

Frauen und Finanzen
Dass in Deutschland Frauen in der finanziellen Altersvorsorge hinterherhinken ist zwar eine weitverbreitete Tatsache, allerdings fällt es den meisten erst zu spät auf. Mütter, die beispielsweise in den ersten Jahren wegen ihrer Kinder zuhause bleiben wollen, müssen sich aktiv um ihre Mütterrente, beziehungsweise Ausfallzeiten bemühen: 10 Jahre Erziehungszeit kann man sich anrechnen lassen. Aber das greift schon wieder viel zu weit voraus. Eigentlich können wir schon viel früher anfangen mit dem Sparen.

Vermögenswirksame Leistungen (VL)
Als Arbeitnehmerin, in der Berufsausbildung beispielsweise, kann ich vermögenswirksame Leistungen (VL) in Aktienfonds investieren.
Klingt kompliziert, lohnt sich aber, denn der Staat fördert VL mit bis zu 20 Prozent der eingezahlten Beträge. Arbeitgeber*innen können den einzuzahlenden Beitrag zusätzlich zum Gehalt gewähren, oder die Arbeitnehmer*innen zahlen aus ihrem privaten Nettogehalt. Wichtig ist nur, dass Arbeitgeber*innen die Überweisung veranlassen. Ob du deine VL in einen Rentenfonds oder in einen Bausparvertrag anlegst, bestimmst du selbst. Am besten machst du direkt einen Termin bei deiner Bank und deinen Arbeitgebern aus, um dich zu informieren und um so früh wie möglich mit dem Einzahlen/Sparen zu beginnen.

ETFs
ETFs sind eine weitere Anlegemöglichkeit und wirklich für jeden etwas. Ich hatte immer gedacht in Aktien investieren lohnt sich erst, wenn man schon ordentlich Kapital hat, aber das stimmt gar nicht. Bei ETF-Sparplänen kann man ganz klein anfangen. Schon mit 25€ im Monat und einer langen Laufzeit kann man einen beachtlichen Betrag ansparen. Wenn man sein Portfolio dann noch schön breit gefächert aufstellt, kann einem eigentlich nichts passieren. Wer sich mit seinen ETFs auf das Thema Nachhaltigkeit fokussieren möchte, liegt damit auch voll im Trend. ExtraETF hat dafür sogar ein sehr gelungenes Webinar auf YouTube veröffentlicht: „So stellen Sie ihr ETF-Portfolio auf Nachhaltigkeit um“. Ressourcen zum Thema Finanzen, auch speziell zugeschnitten auf Frauen, gibt es viele. Einige, die ich an dieser Stelle nochmal hervorheben will, sind der Madame Moneypenny Podcast, von denen wir auch schon in einer früheren Ausgabe geschwärmt haben, und die Plattform FinMarie, auf der ihr handverlesene Finanztools und Materialien rund ums Thema Geld finden könnt. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich einfach mal umzuschauen, was man mit seinem Geld noch machen kann, anstatt es einfach auf irgendeinem Sparkonto oder in einer Sockenschublade verstauben zu lassen.

Ressourcen nutzen!
Viele Universitäten bieten momentan auch jede Menge Onlinekurse und Infoveranstaltungen zu Themen wie Studienfinanzierung, betriebswirtschaftliche Grundlagen oder Steuerwesen an. Einfach mal auf den Seiten der Studienberatung oder der Career Services umgucken. Oftmals sind die Veranstaltungen für Studierende der jeweiligen Uni oder Hochschule kostenlos, oder zumindest vergünstigt. Manchmal kann man sich sogar Leistungspunkte anrechnen lassen. 
Es ist selten zu früh und niemals zu spät mit dem Sparen anzufangen, oder wie Madame Moneypenny sagen würde: „It’s time, not timing.“