Interview mit Hans Jürgen Kleinsteuber

» NACH WIE VOR SIND DIE REGIONALEN PRINTMEDIEN WICHTIG FÜR UNS « -Hans-Jürgen Kleinsteuber – Geschäftsführer

Seit 1978 leitet Hans Jürgen Kleinsteuber die im Jahre 1956 von Werner Frohne gegründete Firma, der aus Altersgründen einen Nachfolger gesucht hatte. Im Jahre 1992 zog die Firma in eigene Räume in den Donnersbergring 22 in Bessungen, wo sie sich auch noch heute befindet. Wir haben Hans-Jürgen Kleinsteuber, der zu den führenden Immobilienmaklern in Darmstadt zählt und seit 40 Jahren den Immobilienmarkt in Darmstadt und Umgebung „lebt“, einige Fragen gestellt.

M-Magazin: Darmstadt wird in zehn Jahren vermutlich über 170.000 Einwohner haben. Wird es dann noch ausreichend Wohn- und Immobilienangebote geben?

Hans-Jürgen Kleinsteuber: Nein – vor allem nicht im bezahlbaren Bereich. Es müssten mehr Baugebiete ausgewiesen werden und Grundstücke, die brachliegen, bebaut werden.

M-Magazin: Sie sind seit 1978 erfolgreich im Immobiliengeschäft tätig. Wie hat sich die Branche seit damals verändert?

Hans-Jürgen Kleinsteuber: Die Nachfrage ist stark gewachsen, damals war das Angebot höher als die Nachfrage und natürlich die Kaufpreise niedriger. Außerdem haben die Bundesländer ohne Not, obwohl durch ständige Preissteigerungen im Immobilienbereich die Grunderwerbssteuer Einnahmen stark gewachsen sind, diese von ursprünglich mal
2 % bis auf heute 6 % erhöht.

M-Magazin: Immobiliengeschäft ist immer Vertrauenssache. Wie schaffen Sie es, dass Ihnen Ihre Kunden vertrauen und Ihr Unternehmen so lange so erfolgreich tätig ist?

Hans-Jürgen Kleinsteuber: Wir waren immer ehrlich und bewerten die Objekte auch so. Wir prüfen alle uns zur Verfügung gestellten Daten auf ihre Richtigkeit. Unsere Dipl. Bauingenieurin, die sich jede Immobilie ansieht, berät die Käufer auch bei anstehenden Renovierungs- und Umbaumaßnahmen. Auch Wertgutachten erstellt sie auf Wunsch.

M-Magazin: Mit welchen Maßnahmen kann man die stark steigenden Preisen bei Immobilien sinnvoll reduzieren?

Hans-Jürgen Kleinsteuber: Es gilt mehr Häuser zu bauen, Bürokratie zu reduzieren und die Grunderwerbssteuer für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen zu senken.

M-Magazin: Gibt es in Darmstadt und dem Umland noch ungenutzte Flächen, die sich für den Wohnungsbau eignen würden?

Hans-Jürgen Kleinsteuber: Sicher. Sinnvoll wäre eine Bauverpflichtung, oder z.B. der Verkauf des Grundstückes nach spätestens 5 Jahren für Grundstücksbesitzer in ausgewiesenen Baugebieten, da diese durch die Erschließungsmaßnahmen der Gemeinden profitieren.

M-Magazin: Was ist die schönste Sache oder der beste Ort, den Sie je gesehen haben?

Hans-Jürgen Kleinsteuber: Das Zillertal, wegen der Luft, den Bergen und dem erstklassigen Service und den freundlichen Menschen.

M-Magazin: Rotwein oder Bier, was gehört zu einem gemütlichen
Feierabend?

Hans-Jürgen Kleinsteuber: Beides – je nach Stimmung und nicht unbedingt beides zusammen.

M-Magazin: Nennen Sie uns Ihren Lieblingsort in Darmstadt.

Hans-Jürgen Kleinsteuber: Ich genieße sonntags nach einem guten Frühstück erholsame Spaziergänge im Herrengarten mit Musik im Pavillon und dem dahinterliegenden Prinz-Georgs-Garten.

M-Magazin: Sie sind Vorsitzender der Tennisabteilung der TSG. Spielen Sie selbst und für welchen Sport können Sie sich noch begeistern?

Hans-Jürgen Kleinsteuber: Ja, ich spiele jeden Tag früh eine Stunde mit unserem Vereinstrainer zum wachwerden.

M-Magazin: Gab es schwierige Zeiten in Ihrer Berufslaufbahn?

Hans-Jürgen Kleinsteuber: Früher, wenn die Tageszeitungen gestreikt haben, aufs Internet konnte man damals noch nicht ausweichen, da war verlängerter Urlaub angesagt. Heute veröffentlichen wir trotz Internet in den vielen regionalen Printmedien – dadurch denkt jeder, der an Immobilien in Südhessen denkt, erst einmal an Kleinsteuber Immobilien.

M-Magazin: Ihre Wünsche für die Zukunft?

Hans-Jürgen Kleinsteuber: Gesundheit und weiterarbeiten und Sport machen zu können. Solange, bis mir einer eine interessante Tätigkeit anbietet – dann höre ich auf.

Herr Kleinsteuber, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.