FUTURE SKILLS – Digitalisierung in der Arbeitswelt

Fähigkeiten, die immer wichtiger werden

Deutschland steht vor einem erheblichen Weiterbildungsbedarf in den Bereichen technologischer und überfachlicher Future Skills. Diese Qualifizierungslücke lässt sich nicht allein durch Ausbildung junger Menschen schließen, sondern auch Berufstätige und nicht traditionell Studierende müssen sich konsequent und kontinuierlich weiterbilden.

Die Digitalisierung steht hinter dem Umbruch, der alle Bereiche der Arbeitswelt erfasst. Die Fragen ähneln denen vor vielen Jahren, als die Mechanisierung die Welt komplett umkrempelte: Können wir uns über die Veränderungen freuen, weil sie unser Leben leichter machen? Oder sind sie die Wurzeln von vielen Übeln? Eine Antwort steht jedenfalls fest: Der entscheidende Schlüssel zur neuen Arbeitswelt ist die Bildung. Und das betrifft nicht nur junge Menschen, sondern auch Personen, die schon viele Jahre berufstätig sind.

Hierfür reichen punktuelle Schulungen nicht aus. Hochschulen und Unternehmen müssen — im Sinne des lebenslangen Lernens — neue Weiterbildungsangebote entwickeln, die sich stärker an in Zukunft benötigten Fähigkeiten orientieren. Dazu zählen:

Die Ausgangslage

700.000 Personen

mit technologischen Spezialkenntnissen werden in den kommenden fünf Jahren in Deutschland benötigt.

3,8 Millionen Menschen

müssen darin geschult werden, sich Wissen digital anzueignen.

2,8 Millionen Personen

müssen ihre grundlegenden digitalen Kenntnisse vertiefen.

58 Prozent der Unternehmen in

Deutschland suchen Fachleute für Informations- und Kommunikationstechnik und haben Probleme bei der Stellenbesetzung.

82 Prozent aller Unternehmen

gehen davon aus, dass neue Berufe entstehen werden und sich die Arbeitswelt in den nächsten zehn Jahren verändern wird.

1) TECHNOLOGISCHE FÄHIGKEITEN

Komplexe Datenanalyse
• Entwicklung von smarter Hardware und Robotik • Web-Entwicklung • Nutzerzentriertes Design • Konzeption und Administration vernetzter • IT-Systeme • Entwicklung von Blockchain-Technologie

2) DIGITALE GRUNDFERTIGKEITEN

SORGSAMER UMGANG MIT DATEN
• Digitales Lernen • Digitale Interaktion • Zusammenarbeit im Team über Disziplinen, Kulturen und Ländergrenzen hinaus • Digitale Ethik: Die Auswirkungen des eigenen Handelns kritisch hinterfragen

3) KLASSISCHE FÄHIGKEITEN

Problemlösungsfähigkeiten
• Kreativität • Unternehmerisches Handeln und Eigeninitiative • Adaptionsfähigkeit • Durchhaltevermögen

Sich auf dem Laufenden zu halten, mehr neue Fähigkeiten anzueignen und neugierig zu bleiben, das ist wichtiger geworden. Weiterbildung hieß das früher, aber jetzt ist es noch viel mehr geworden: eine LEBENSEINSTELLUNG.

Mit der Initiative »Future Skills« unterstützt der Stifterverband Individuen, Institutionen und Regionen dabei, neue Lehr- und Lernstrategien, -inhalte und –formate umzusetzen. Das Aktionsprogramm stärkt außerdem die digitalen Kompetenzen bei Schülern, Lernenden und Studierenden. Mehr Infos: www.stifterverband.de/future-skills

QUELLE / GRAFIK: Stifterverband