FÜR KENNER UND LIEBHABER, DIE DAS BESONDERE SUCHEN

Gabriele Langs Laden »Antiquitäten und moderne Kunst«

Für die ausgebildete Bildhauerin und Goldschmiedin Gabriele Lang ist es schon immer eine große Freude, Uraltes und Modernes in einen Kontext zu bringen, zu verbinden oder zu verschmelzen. Sie liebt das Echte, Antike und die Tradition, aber auch die Innovation, die Kreation und die Veränderung. Und davon gibt es im Laden in der Schulstraße 16 eine Menge zu entdecken. Antike Spiegel in geschnitzten Holzrahmen und Perlenlampen aus der Zeit des Jugendstils hängen neben knallbunten Glasanhängern in Form von Oktopus und Eule.

Die Geschäftsinhaberin Gabriele Lang bietet in ihrem Laden »Antiquitäten und moderne Kunst« in der Schulstraße 16 seit mehr als 44 Jahren Kunst und Schmuck für Individualisten, Kenner und Liebhaber. In ihrer angeschlossenen Goldschmiedewerkstatt werden liebevolle Schmuckrestaurationen, Einzelanfertigungen und moderne Schmuckkollektionen gefertigt.

Dem Geschäft merkt man an, das die gelernte Goldschmiedin die Gegensätze von Alt und Neu, Antike und Moderne liebt. Die kreative Ladenbesitzerin präsentiert auch eigene Kreationen.

Neben ihrer Lehre zur Goldschmiedin erlernte die heute 73-Jährige den Beruf der Holz- und Elfenbeinbildnerin. Sie leitete danach ein Antiquitätengeschäft in ihrer Heimatstadt Breuberg. Als ihre Tante die Chance bekam, das Geschäft hier in Darmstadt zu übernehmen, taten sich die beiden Frauen zusammen. Ihre Waren bezogen sie von Kunstmärkten und Antiquitätenmessen in Deutschland und England. Recht schnell kam, nachdem sie das zweigeschossige Geschäft übernommen hatten, auch eine Goldschmiedewerkstatt hinzu, bis heute Dreh- und Angelpunkt des Ladens. Hier werden nicht nur alte Schmuckstücke repariert, sondern auch neue Kreationen gefertigt – Kombinationen aus alten und modernen Elementen, so wie es Gabriele Lang und ihre Kunden am meisten schätzen.
Das Wissen über die verschiedenen Materialien, deren Wert und die einzelnen Kunstepochen hat sich Gabriele Lang in ihrer Lehre zur Goldschmiedin angeeignet. So wie in den 44 Jahren, in denen sie nun schon in ihrem Laden steht. Mittlerweile geht sie nicht mehr auf Märkte und Messen, um etwas zu kaufen oder zu verkaufen, genug Menschen kommen vorbei und bieten Dinge an. Was ihr gefällt, kauft sie den Anbietern ab oder nimmt es in Kommission: Blechspielzeug, Bilder oder Gegenstände aus Haushaltsauflösungen.

Manche Kunden sind auf der Suche nach bestimmten Stücken, die es so nirgends mehr zu kaufen gibt.

Für die Nachfolge sucht sie nach einem Menschen, der ebenso das Echte, Antike und die Tradition liebt. Am liebsten wäre ihr jemand mit einer Ausbildung, die sie selbst absolviert hat, um eigenständig Innovationen und Kreationen gestalten zu können.

 TEXT Hans-Werner Mayer

Fotos von René Antonoff